Amadeus
Love and Other Mistakes
Love and Other Mistakes
"Love And Other Mistakes" heißt Amadeus zweites Solo-Album, auf dem zwar viel Liebe, zum Beispiel die zur Musik, zu hören ist, Fehler sucht man darauf indes vergebens. Außer vielleicht, daß Mitmusiker fehlen. Doch die werden von Amadeus würdig ersetzt. So begleitet er sich selbst mal auf der Gitarre, mal auf dem Klavier, singt mal solo und mal mit sich im Chor. Alles hübsch akustisch eingespielt, um es dann mit der entsprechenden Begeisterung für bewusstseinserweiternde Nahrungsmittel durch die Windungen handelsüblicher Effektgeräte zu jagen. Heraus kommt ein Album, das mal an den leichten Psychedelik der 67er Beatles, Beach Boys und Bee Gees anknüpft, und ein ander mal dann klingt wie das unveröffentlichte Bonusmaterial aus dem Soundtrack zum Rutles-Film "All You Need Is Cash", nur nicht gar so ironisch, sondern mit aufrichtiger Begeisterung für die 60er, die Amadeus aber weniger kopiert als vielmehr wiederbelebt. Das kann dann auch mal in einen Blues münden oder in Vaudeville-artige Klänge, wie sie die Kinks oder the Queen auch einmal für sich wiederentdeckten. Amadeus spielt diese Lieder ebenso wie er mit ihnen spielt. Und so bekommt das Album insgesamt etwas herrlich verspieltes, das seiner Leichtigkeit wegen eher eine Sommerplatte wäre, gäbe es da nicht jene kuschelige Melancholie, die das Album auch kaminfeuerfest macht. In besonders flauschigen Momenten begeht man dann leicht den Fehler, dieses Album zu lieben.
"Bei der Instrumentierung ... liegt er mal wieder verlockend nahe, der Vergleich mit Johnossi oder den White Stripes. Ist hier aber auch hilfreich, denn Fans der Genannten kommen bei Elektrik Kezy Mezy sicher auf ihre Kosten... (8 Punkte/durchweg sehr gut)"
Dirk Siepe, Visions (#197, Aug 09)
"Eine Band zum Biertrinken und Nachfühlen, was man in den 60ern so alles verpasst hat."
Holger Wendt, Intro (#173, Juli 09)
"Das ist blutiger Dreck auf höchster Ebene, kombiniert mit selbstironischen Momenten, die Jack White garantiert noch blasser wirken lassen und die Black Keys nervös schwitzen lassen werden… ...zwischen euphorischem Punk und Urban Blues der übelsten Sorte…Sehr gut, setzen! (9/10)"
Slam (#44)
"Das bayerische Duo Elektrik Kezy Mezy gräbt ganz tief in den Sixties und Seventies und formt aus dem Matsch einen musikalischen Bastard aus Garagenblues, Rock und wunderbarerweise immer wieder Motown-Soul, der einem schon beim ersten Song 'nen Drink in die Hand drückt und zum Tanz auffordert. "
Ox Fanzine (#84)


